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barbara schütze - der kontakt


die strategische beratung das coaching a-z das training die moderation




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kleines a-z des coachings

vorab ...

mein a-z des coachings verdankt sein entstehen der anregung vieler: den autoren namhafter sachbücher, nicht zuletzt christian rauen (hrsg. des handbuches coaching, göttingen 2000), beats biblionetz, meinen lehrern robert dilts, uwe grau, wolfgang looss, steve de shazer, insa sparrer und matthias varga von kibed, den vielen klugen fragen der studierenden meiner coaching-specials und, nicht zuletzt, meiner partner im beratungsgespräch.

ich definiere das a-z als den beginn einer gemeinsamen reise, die ich mit ihnen antreten möchte.

bitte verwenden und ergänzen sie das basis-a-z selbst oder laden sie andere ein, mitzutun. anregungen an mich senden sie bitte an: office@barbara-schuetze.at

ziel unserer reise ist es, allen, die neugierig sind auf komplexes, kompetentes und sinnerfüllendes coaching ein leicht lesbares abc zur hand zu geben - einen appetithappen auf mehr!

lassen sie sich inspirieren! ihre barbaraschütze




a  b  c  d  e  f  g  h  i  j  k  l  m  n  o  p  q  r  s  t  u  v  w  x  y  z


a wie ...

ablauf des coachings: bezeichnet die phasen innerhalb eines coachinggespräches, dessen zeitrahmen individuell von einem einstündigen setting bis zu mehrmaligen, mehrstündigen settings reicht. der folgende ablauf bezieht sich auf ein modell der "systemischen" schule nach uwe grau und j. möller (sogenanntes "kieler beratungsmodell"):

    systemische beratung oder
    die entdeckung der langsamkeit:


  • präsentation des problems
    der kunde schildert seine sicht

  • ausarbeitung des problems
    wer sieht das problem genauso,
    wer anders in welcher situation tritt es auf, wann nicht?
    wie ist es bisher gelungen, mit dem problem fertig zu werden?
    was soll so bleiben, wie es ist?
    was wäre, wenn das problem morgen nicht mehr wäre?

  • entwicklung neuer ideen szenarien: wunschbild, was ist schlecht daran?
    schreckensbild - was ist gut daran? wie würden sie erkennen, daß das bild weg ist? was müßten sie tun, um das problem zu verschlimmern?

  • entwicklung von maßnahmen und -check
    kunde und berater entwickeln gemeinsam änderungsvorschläge. jeder vorschlag wird auf folgen hin überprüft: was passiert, wenn? sind die folgen unerwünscht, werden neue maßnahmen gesucht

  • durchführung der maßnahme
    der kunde gibt impulse, der berater bleibt zurück. wichtig sind kleine schritte, genaue beobachtung der veränderung, anpassen der maßnahmen an das system.

  • bewertung der maßnahme
    zurück zum start: was hat sich verändert? ist das problem noch da, wurde es durch ein neues ersetzt?

affektiv: das gefühl betreffend

ambiguitätstoleranz: fähigkeit, andere sichtweisen zu akzeptieren sowie mehrdeutigkeiten und widersprüche in situationen und handlungsweisen zu ertragen, ohne sich unwohl zu fühlen oder aggressiv zu reagieren. besonders bei anpassungsprozessen an eine fremdkulturelle situation kann fehlende ambiguitätstoleranz zu unwohlsein und konfusionen führen.

analoge kommunikation: analogiekommunikationen ...(sind) beziehungsappelle sind, d.h. anrufungen bestimmter beziehungsformen. nach der definition batesons sind sie daher vorschläge über die zukünftigen regeln der beziehung. durch mein verhalten, führt bateson aus, kann ich liebe, hass, kampf usw. erwähnen und vorschlagen, aber es ist sache meines partners, diesen vorschlägen positive oder negative gültigkeit zuzuschreiben. (janet h. beavin, don d. jackson, paul watzlawick: menschliche kommunkation)

autogenes training: von Johannes Heinrich Schulz aus der hypnose (s.u.) entwickelte methode der körperlichen und psychischen selbstbeeinflussung, z.B. um entspannungszustände gewollt herbeizuführen. im unterschied zur hypnose ist für das autogene training kein schlafähnlicher zustand notwendig.

archetypen: 'innere urhorde' des menschen, die allen individuen aufgrund ihrer gattungsgeschichte gemein ist.

aristotelsche logik: diese logik gründet sich auf den satz von der identität (a ist gleich a), auf den satz vom widerspruch (a ist nicht gleich nicht-a) sowie auf den satz vom ausgeschlossenen dritten (a kann nicht a und gleichzeitig nicht-a sein, genausowenig wie es gleichzeitig weder a noch nicht-a sein kann).im gegensatz dazu steht die paradoxe logik (siehe paradoxe logik).

assessment: ist ein prozess für die bewertung und messung von personen.

appreciative inquiry: oder "wertschätzende erkunden" ist eine methode zur zusammenarbeit im team. es geht dabei darum, vom problemfokussieren wegzukommen und dafür die positiven aspekte der zusammenarbeit zu betonen. im von david cooperrider entwickelten ai werden unter anderem auch erfolgskonzepte aus der natur übernommen.

autopoiese: (griechisch autos = selbst und poiein = machen, also eigentlich "sich-selbstgestaltung" oder "sich-selbstmachen") ist ein von den biologen maturana und varela ab 1973 für (biologische) organismen geprägter begriff.
er beschreibt die eigenschaft eines systems, sich selbst zu fördern und die für seine existenz notwendigen teile selbst zu erzeugen. es geht also um die selbstorganisation lebender systeme, durch ständige, stetige selbsterneuerung, durch aktive, differenzierte selbstfördernde umwelt(inter)aktion und durch selbstüberschreitende vervielfachung. dabei kann selbsterneuerung auch so radikale und dynamische veränderungen wie z.b. metamorphosen beinhalten.


b wie ...

blinder fleck: wir sehen nicht, dass wir nicht sehen. (heinz von förster: wahrheit ist die erfindung eines lügners, 1998).

betriebsblindheit: unangemessene wahrnehmungs- und beurteilungs-tendenzen, die oft durch routine verursacht sind. klassisches merkmal der betriebsblindheit ist die eingeschränkte wahrnehmung betrieblicher abläufe und zusammenhänge.

beziehungsebene: eine von vier ebenen der kommunikation nach schulz von thun. neben dem beziehungsaspekt in der kommunikation finden sich sachinhalt, selbstoffenbarung und appell. auf der beziehungsebene ist durch die art der kommunikation erkennbar, was menschen voneinander halten. im beratungsprozess ist die beziehungsebene von entscheidender bedeutung, da gegenseitige akzeptanz für die beratungsbeziehung unumgänglich ist.

burnout: syndrom, das den vollständigen und für die betroffenen zunächst unerklärlichen motivationsverlust beschreibt. das "ausbrennen" geschieht nicht schlagartig, sondern geht schleichend voran. zentrale faktoren bei der entstehung von burnout sind oft mit großem ehrgeiz verfolgte ziele und bedürfnisse, die nicht oder nur mit großen opfern erreicht werden können. daraus können dann bei nichterreichen der ziele verzweiflungsgefühle und bei erreichen erschöpfungszustände resultieren. dies geht meist mit einem rückzug aus dem gewohnten sozialen umfeld einher. das endstadium des burnout (meltdown) ist durch chronische hilflosigkeitsgefühle und suizidgedanken geprägt.


c wie ...

change-management: systematische planung, steuerung und kontrolle von veränderungen in organisationen. neben formalen aspekten der planung berücksichtigen change-management-prozesse zunehmend "weiche" faktoren der veränderung (verbesserung interner kommunikation, umgang mit widerständen, erhalt der motivation uvm.)

coachee: ein analog zum begriffspaar "trainer - trainee" entstandener begriff, der die gecoachte person bezeichnen soll. dieser begriff hat sich bisher nicht durchsetzen können, da er ein beziehungsgefälle impliziert, in welchem ein aktiver coach an dem coachee eine dienstleistung vollzieht. diese grundkonstellation widerspricht jedoch dem grundgedanken des coachings als interaktives geschehen zwischen gleichberechtigten parteien.

coaching: sammelbegriff für individuelle formen personenzentrierter beratung und betreuung auf der prozessebene. zielgruppe sind personen mit führungsverantwortung und/oder managementaufgaben. generelles ziel ist immer die verbesserung der selbstregulationsfähigkeiten ("hilfe zur selbsthilfe") durch die förderung von selbstreflexion und -wahrnehmung, bewusstsein und verantwortung.. coaching arbeitet mit transparenten interventionen und erlaubt keine manipulativen techniken, da ein derartiges vorgehen der förderung von bewusstsein und eigenverantwortung prinzipiell entgegenstehen würde.

coaching-konzept: verlauf der gesamten zusammenarbeit von coach und klient(en) von der herstellung des ersten kontakts bis zur beendigung des coachings. (siehe auch prozesse). der coaching-prozess kann sich je nach auftrag über einen zeitraum von mehreren tagen bis zu mehreren jahren erstrecken.

coaching-prozess: systematische planung, steuerung und kontrolle von veränderungen in organisationen. neben formalen aspekten der planung berücksichtigen change-management-prozesse zunehmend "weiche" faktoren der veränderung (verbesserung interner kommunikation, umgang mit widerständen, erhalt der motivation uvm.).

coaching-partnerschaft: form des coachings, in der sich zwei (gleich-gestellte) personen gegenseitig beraten. dabei werden je nach anliegen die rollen von klient und coach getauscht.

coping: bewältigungsstrategie, mit der probleme, herausforderungen, belastungen usw. gelöst werden sollen. mögliche formen des coping sind.


d wie ...

definitionen: sind beschreibungen, die einen - inhaltlich gebundenen - oberbegriff und ein kriterium einfuehren, um gegenstaende zu klassifizieren.
und meine persönliche lieblingsdefinition: 3.343 definitionen sind regeln der übersetzung von einer sprache in eine andere. jede richtige zeichensprache muss sich in jede andere nach solchen regeln übersetzen lassen: dies ist, was sie alle gemeinsam haben. (ludwig wittgenstein: tractatus logico philosophico)


e wie ...

echtheit: kongruenz

emotion: eine emotion ist eine automatische antwort des körpers auf eine bestimmte situation - das blitzen der augen vor lust, das erröten der gesichtshaut, wenn wir bei einer ausrede ertappt worden sind. ein gefühl erleben wir, wenn wir diese emotion bewusst wahrnehmen.

emotionale intelligenz: intelligenter umgang mit den eigenen gefühlen. zeichen einer mit intelligenz gepaarten emotionalität sind der angemessene und wirksame ausdruck der eigenen gefühle und das relativ reibungslose, soziale zusammenwirken von menschen. zentrale fähigkeiten emotionaler intelligenz sind das erkennen der eigenen emotionen, der umgang mit den emotionen, die emotionen für ziele einsetzen zu können, empathie und der umgang mit beziehungen.

empathie: fähigkeit, sich in das denken und die einstellungen anderer menschen hineinzuversetzen, um dadurch die gedanken, gefühle und verhaltensweisen des gegenübers besser zu verstehen und richtig zu interpretieren.

einzel-coaching: coaching-variante, bei der ein einzelner klient gecoacht wird. das populäre einzel-coaching wird (fälschlicherweise) oft gleichgesetzt mit dem coaching eines managers durch einen externen berater. einzel-coaching kann aber auch durch interne linien-coachs und vorgesetzte praktiziert werden.

erkenntnis: sind die prozesse, die vergangene und gegenwärtige erfahrungen integrieren, um neue tätigkeiten auszubilden, entweder als nerventätigkeit, die wir innerlich als denken und wollen wahrnehmen können, oder aber als äusserlich wahrnehmbare sprache und bewegung (heinz von förster: wissen und gewissen)
nach humberto maturano (baum der erkenntnis) sprechen wir dann von (er-) kenntnis, wenn wir ein effektives (oder angemessenes) verhalten in einem bestimmten kontext beobachten, das heisst in einem bereich, den wir durch eine (explizite oder implizite) frage umreissen, die wir als beobachter formulieren. er sagt: die erkenntnis der erkenntnis verpflichtet.

erstgespräch: erstes kennenlernen von coach und klient(en), bei dem geklärt wird, ob und unter welchen bedingungen ein beratungsauftrag zustande kommen kann. die gegenseitige exploration steht im erstgespräch als ausgangspunkt für eine mögliche vertrauensbasis im vordergrund. dabei sind die erwartungen des klienten und die möglichkeiten des coachs zu klären. am ende des erstgesprächs wird das weitere vorgehen festgelegt. konnte keine gemeinsame basis gefunden werden - und ist dies auch nicht mehr zu erwarten -, endet das coaching nach dem erstgespräch.

ethnorelativismus: gegenteil von ethnozentrismus. bereitschaft, die eigenen normen und auffassungen zu hinterfragen und zu relativieren und die normen und auffassungen anderer gruppen oder gesellschaften zu akzeptieren und zu verstehen. der ethnorelativismus bildet die basis für interkulturelle lernprozesse und produktive interkulturelle zusammenarbeit.

ethnozentrismus: gegenteil von ethnorelativismus. haltung, die unre-flektiert normen und auffassungen der eigenen gruppe oder gesellschaft auf andere gruppen oder gesellschaften überträgt. für interkulturelle lernprozesse ist es von bedeutung, die interagierenden aus einer haltung des ethnozentrismus in eine haltung des ethnorelativismus zu führen.

evaluation: überprüfende beurteilung und bewertung durchgeführter maßnahmen. die wichtigsten ziele der evaluation sind die ständige kontrolle der zielerreichung (formative evaluation/prozessevaluation) und die schaffung und sammlung von grundlagendaten zur entscheidungshilfe (summative evaluation).

existenzanalyse: s. logotherapie

expertenberatung: inhaltliche stellungnahme eines beraters in form eines konkreten lösungsvorschlags für vom klienten delegierte aufgabenkomplexe (z.b. entwicklung eines abrechnungssystems).


f wie ...

feedback: verhaltensnahe und konkrete rückmeldung der stärken und schwächen einer person. durch die klärende erläuterung, wie ein verhalten nach außen wirkt, kann der empfänger des feedbacks die konsequenzen seines verhaltens besser einschätzen und verändern.


g wie ...

gesprächspsychotherapie: von carl rogers gegen ende der 40er jahre begründete form der psychotherapie, die auf echtheit, wertschätzung und einfühlendem verstehen beruht. rogers vertrat die ansicht, dass der mensch nach selbstverwirklichung, wachstum und gesundheit strebt, in diesem streben jedoch gehindert sein kann; daher ist in der gesprächspsychotherapie (gt) dafür zu sorgen, dass der klient sich frei entfalten kann. die gt nach rogers ist keine technik, sondern eine grundhaltung. nur wenn der therapeut "echt" ist, kann der klient in einer angstfreien atmosphäre des gemeinsamen gesprächs seine gedanken und gefühle formulieren und reflektieren und so letztlich seine einstellung und seine verhaltensweisen verändern.

gestalttherapie: psychotherapie, die die erkenntnisse der gestaltpsychologie nutzbar gemacht hat. bedeutsame vertreter und entwickler der gestalttherapie waren frederick salomon "fritz" perls, lore perls und paul goodman. die gestalttherapie sieht in psychischen störungen eine unterbrechung von natürlichen wachstumsprozessen. die therapiearbeit besteht daher in dem finden von bedingungen, unter denen wieder natürliches wachstum und entwicklung möglich ist.

glücksformel: für die erinnerung an ein gefühl kommt es nicht darauf an, wie lange es dauert; dies konnte kahneman in anderen experimenten bestätigen. was das gehirn speichert, sind einzig der höhepunkt der empfindung und die letzten minuten vor ihrem abklingen. in: stefan klein im buch - die glücksformel (2002)

gruppen-coaching: coaching-variante, bei der mehrere klienten gecoacht werden. dabei fallen unter den oberbegriff des gruppen-coachings auch die varianten team-coaching bzw. system-coaching und projekt-coaching. die gruppengröße übersteigt bei gruppen-coaching i.d.r. nicht die anzahl von 15 personen.


h wie ...

hypnose: zustand gerichteter aufmerksamkeit; in der tiefen hypnose durch folgende merkmale gekennzeichnet: verminderung der eigeninitiative, gesteigerte zuwendung auf den hypnotisierer, verringerter realitätsbezug bzgl. raum- und zeitdimensionen, gesteigerte beeinflussbarkeit, bereitschaft, unübliche rollen anzunehmen sowie gedächtnisschwund nach der hypnose (posthypnotische amnesie), vorwiegend sofern diese erinnerungslücke suggeriert wurde.

hypothese: meine lieblingsdefinition stammt von wittgenstein, tractatus: 6.36311 dass die sonne morgen aufgehen wird, ist eine hypothese; und das heißt: wir wissen nicht, ob sie aufgehen wird.


i wie ...

identität: unter identität im klassischen sinne versteht man das bewusstsein, sich von anderen menschen zu unterscheiden (individualität) sowie über die zeit (kontinuität) und verschiedene situationen (konsistenz) hinweg - auch für die umwelt erkennbar - dieselbe person zu bleiben.
heute, in postmoderner zeit, sind multiple identitäten bei weitem nicht mehr so marginal. eine weit größere zahl von menschen erleben identität als ein repertoire von rollen, die sich mischen und anpassen lassen und über deren verschiedene anforderungen verhandelt werden muss. viele sozialwissenschaftler und psychologen haben versucht, die neue identitätserfahrung theoretisch zu erfassen. proteisch nennt sie robert jay liften, wahrend kenneth gergen die vervielfältigung der masken als übersättigtes selbst bezeichnet. für emily martin ist das flexible selbst eine moderne eigenschaft von organismen, personen und organisationen.

individualpsychologie: [1] teilgebiet der psychologie (auch "individuelle psychologie"), das die unterschiede zwischen individuen bzgl. verschiedener merkmale erforscht.
[2] von alfred adler begründete psychotherapeutische richtung, die die unteilbare einheit und einzigartigkeit eines jeden menschen hervorhebt. zentrale konzepte der individualpsychologie (ip) sind minderwertigkeitsgefühle und geltungsstreben sowie lebensstil und lebensplan. ziel der ip ist das erreichen eines angstreduzierenden gemeinschaftsgefühls bei gleichzeitiger berücksichtigung der individuellen, psychischen strukturen.

information: information ist der veränderungsprozess, der zu einem zuwachs an wissen führt.
oder, nach gregory bateson (geist und natur; 1979): jeder unterschied, der einen unterschied macht. aber auch, nach heinz von förster: die welt enthält keine information, sie ist wie sie ist.

informationsmanagement: ist die optimale gestaltung des informationsgeschehens in einem anwendungsgebiet, namentlich mittels informationstechnik (christian schuchan: effektivitätssteigerung mittels...;1999)
mit dem konstrukt "informationsmanagement" wird also das leitungshandeln (management) einer betriebswirtschaft in bezug auf information und kommunikation bezeichnet, folglich alle führungsaufgaben, die sich mit information und kommunikation in der betriebswirtschaft befassen.

intuition: der sinn für das ganzheitliche. intuitive menschen denken in konzepten und plänen, deren umsetzung sie in der zukunft sehen oder erträumen. sie "schweben oft in wolken" (head-in-clouds), haben viel phantasie, lieben träume. sie sind deshalb eher theoretisch als praktisch orientiert, leben von ihrer inspiration. ihnen ist das "geniale", das allgemeine und das innere, besonders das ganze wichtig.

interaktion: ein wechselseitiger ablauf von mitteilungen zwischen zwei oder mehreren personen wird als interaktion bezeichnet.

interdependenz: wechselseitige abhängigkeit.

intervision: gemeinsamer austausch von wissen und erfahrung in einer gruppe von gleichrangigen personen.


k wie ...

kausalität: zusammenhang von ursache und wirkung. (gegensatz: finalität). [duden]
und wie immer wittgenstein: 5.1361 der glaube an den kausalnexus ist der aberglaube.

kognitiv: die erkenntnis betreffend, erkennend.

kongruenz: echtheit, auch bekannt als "selbstkongruenz", "selbstauf-richtigkeit" oder "stimmigkeit". kongruenz setzt in der humanistischen psychologie eine gereifte persönlichkeit voraus, welche sich nicht hinter einer rolle oder fassade verstecken muss, sondern sich wahrhaftig in eine situation einbringen kann. kongruentes verhalten zeichnet sich z.b. dadurch aus, dass verbale äußerungen mit gestik, mimik, tonfall usw. übereinstimmen. im coaching-prozess ist die kongruenz von klient und coach von zentraler bedeutung: erst kongruentes verhalten von beiden seiten ermöglicht vertrauen und transparenz als ausgangspunkte für eine tragfähige beratungsbeziehung.

konnotation (von lat.: con + notatio) bezeichnet die nebenbedeutung eines wortes. genauer bezeichnet er in der wortsemantik die subjektive, zusätzliche, gedankliche struktur, die die hauptbedeutung (denotat) eines wortes begleitet.
ein wort ist nach einer definition von john stuart mill: "konnotativ" (vgl. engl.: connotative = mitbezeichnend ) " wenn es außer einem gegenstand auch eine seiner eigenschaften bezeichnet; es ist nicht-konnotativ [...], wenn es nur einen gegenstand oder eine eigenschaft allein bezeichnet."
konnotationen des gleichen wortes können sich je nach sprecher und kultur unterscheiden. das wort "sommer" hat für viele die positive konnotation "urlaub", während es für besitzer einer pension am strand die negative konnotation "stress" hat, weil sie im sommer besonders hart arbeiten müssen.

konstruktivismus: die existenz der dinge an sich, sondern ist eine theorie der genese des wissens von den dingen, eine genetische erkenntnistheorie. für den konstruktivismus ist wissen kein abbild der externen realität, sondern eine funktion des erkenntnisprozesses. (rolf schulmeister, theorie des lernens)
konstruktivismus ist nach paul watzlawick (vom schlechten des guten) "die untersuchung der art und weise, wie wir menschen unsere eigenen wirklichkeiten erschaffen." und heinz von foerster in die wahrheit ist eine erfindung des lügners "das, was konstruktivismus genannt wird, sollte, so meine ich, schlicht eine skeptische haltung bleiben, die die selbstverständlichkeit des realismus in zweifel zieht."
aus der idee des konstruktivismus ergeben sich zwei konsequenzen. erstens die toleranz für die wirklichkeiten anderer - denn dann haben die wirklichkeiten anderer genauso viel berechtigung als meine eigene. zweitens ein gefühl der absoluten verantwortlichkeit. denn wenn ich glaube, daß ich meine eigene wirklichkeit herstelle, bin ich für diese wirklichkeit verantwortlich, kann ich sie nicht jemandem anderen in die schuhe schieben (watzlawick).

kontext: ein bereich, in dem signalen durch individuelle gehirne dieselbe bedeutung zugeordnet wird (gerhard roth; das gehirn und wirklichkeit - 1994)

kreativitätstechniken: die einteilung richtet sich nach arnold hornung und wurde von diesem in seinem buch "kreativitätstechniken-mehr brainpower durch neue ideen" im verlag buch und zeit (isbn 3-8166-0330-0) veröffentlicht.
  1. assoziations-techniken
    hier ist die schon klassische methode des brainstorming zuzuordnen, deren weiterentwicklung das destruktiv-konstruktive aber auch das imaginäre brainstorming sind. aus dem brainstorming hat sich aber auch die brainwriting-methode 635 und der brainwriting-pool entwickelt. eher unbekannt ist bisher das brain-walking
  2. analogie-techniken
    analogie bedeutet ähnlichkeit. im falle kreativer problemlösungen heisst dies, sich auf die suche nach ähnlichen dingen oder abläufen zu machen und die dort gefundenen lösungen auf das gegebene problem zu übertragen. bei der klassischen synektik werden scheinbar zusammenhanglose dinge miteinander in verbindung gebracht. für die wissenschaft, die biologie und technik miteinander verknüpft, wurde der begriff bionik geprägt. bei der visuellen synektik regen bilder die möglichen zusammenhänge noch stärker an.
  3. konfrontationstechniken und zufallsanregung
    ähnlich wie bei den assoziations- und analogie-techniken werden bei der zufallsanregung beziehungen zwischen zunächst unabhängigen dingen, worten oder prozessen gesucht. es wird somit versucht, zufall geplant auszulösen und damit fest geprägte denkmuster aufzubrechen. der wichtige unterschied zu den freien techniken der ideenfindung oder verknüpfung von offensichtlichen ähnlichkeiten ist die anregung durch äussere vorgaben aus völlig zufälligen quellen. bei der reizwortanalyse werden aus einer liste von stichwörtern ein oder mehrere begriffe ausgewählt, die dann in bezug zum diskutierten problem gebracht werden. dies kann natürlich auch durch reizbilder oder reizsituationen (outdoor) entstehen.
  4. techniken der systematischen variation
    die bisher beschriebenen techniken hatten sehr viel mit intuition und fantasievoller verknüpfung zu tun. hier handelt es sich um techniken, bei denen sehr systematisch vorgegangen wird. die einfachste form der systematischen überprüfung ist die checkliste. bei der osborn-checkliste werden nach vorgaben gewisse veränderungen wie verkleinern, vergrössern, ersetzen, auf den kopf stellen usw. angeregt. viel schwieriger ist da schon die verwendung einer matrix (auswahlgitter). am bekanntesten ist hier wohl die morphologische matrix, bei der durch eine systematische kombination von teilaspekten (parametern) eines problems mit den jeweiligen erscheinungsformen oder ausprägungen (variablen) ein vollständiger raster möglicher lösungsideen aufgebaut wird.
  5. mapping-techniken
    hier handelt es sich meistens um zu papier (oder in den computer) gebrachte gedankenlandschaften, mit denen individuelle denkstrukturen sichtbar gemacht werden. am bekanntesten sind wohl das mind mapping von buzan und das clustering von rico (siehe mind mapping).

kultur: erlerntes orientierungs- und ordnungssystem von werten und kulturellen praktiken, das von angehörigen einer bestimmten gruppe oder gesellschaft kollektiv geteilt, gelebt und tradiert wird, und sie von angehörigen anderer gruppen und gesellschaften unterscheidet.

kulturelle dimension: variable bzw. kategorie, die in bestimmter kombination auftretende gesellschaftliche phänomene beschreibt. kulturelle dimensionen eignen sich zur vergleichenden darstellung und charakterisierung kultureller systeme.


l wie ...

lernen: [1] ist veränderung in der spezifischen wirksamkeit der reaktion durch korrektur von irrtümern der auswahl innerhalb einer menge von alternativen.
[2] ist veränderung im prozess des lernens i, z. b. eine korrigierende veränderung in der menge von alternativen, unter denen die auswahl getroffen wird, oder es ist eine veränderung in der art und weise, wie die abfolge der erfahrung interpunktiert wird.
[3] ist veränderung im prozess des lernens ii, z. b. eine korrigierende veränderung im system der mengen von alternativen, unter denen die auswahl getroffen wird.

lernstil: bevorzugte und übliche individuelle art und weise einer person, informationen und gefühle zu verarbeiten und sie in wissen und handeln umzusetzen.

logotherapie: von viktor e. frankl entwickelte, sinnorientierte psycho-therapie. grundannahme der logotherapie (frankl verwendete als alter-native bezeichnung auch den begriff der "existenzanalyse") ist, dass der mensch sein leben in einen sinnzusammenhang bringen möchte. gelingt dies nicht, kommt es zu (psychischen) erkrankungen (z.b. neurosen, depressionen, abhängigkeitserkrankungen). ziel der logotherapie ist daher, menschen zu helfen, einen sinn im leben zu finden und in der folge gesunden zu können. eine bekannte methode der logotherapie ist z.b. die "paradoxe intention" (s.u.).


m wie ...

machtdistanz: der erwartete und von den weniger mächtigen mitgliedern einer organisation akzeptierte umfang ungleicher machtverteilung.

machteingriff: vom vorgesetzten ausgeführte maßnahme zur eindämmung von gefährlich eskalierenden konflikten. machteingriffe können bis zur völligen verhaltenskontrolle durch verhaltensregulierende maßnahmen reichen und sind wegen ihres negativen einflusses auf die beziehungen daher nur dann sinnvoll, wenn andere bemühungen des konfliktmanagements gescheitert sind.

maschine, nichttriviale : (nach heinz v. förster): die ganze welt ist, so behaupte ich, eine nichttriviale maschine. der ausdruck maschine bezieht sich in diesem zusammenhang auf wohldefinierte funktionale eigenschaften einer abstrakten grösse, und nicht in erster linie auf ein system von zahnrädern, knöpfen und hebeln, obwohl solche systeme jene abstrakten funktionalen grössen verwirklichen können. wenn man wittgensteins satz kennt: "der glaube an die kausalität ist der aberglaube", sieht man genau die nichttriviale maschine, die prinzipiell unanalysierbar und nicht voraussagbar ist, hier realisiert. (ebenda)

mediation: form der außergerichtlichen vermittlung in konflikten. dabei versuchen die beteiligten konfliktparteien mit unterstützung eines oder mehrerer mediatoren, einvernehmlich eine gemeinsame und tragfähige lösung des konflikts zu entwickeln. wichtige merkmale des mediations-verfahrens sind die freiwillige teilnahme aller, eine zukunftsorientierte sichtweise, die übernahme von verantwortung und selbstbestimmung durch die konfliktparteien, das eingehen auf interessen und bedürfnisse der beteiligten und die allparteilichkeit der mediatoren.

meister-coaching: coaching-variante, die sich speziell an die zielgruppe der meister und schichtleiter richtet. hauptsächlich wird in dieser noch seltenen variante des coachings die zielgruppe in der form von einzel-coaching beraten.

mentoring: innerbetriebliche form der mitarbeiterbetreuung. als mentor fungieren meist ältere organisationsmitglieder, die im vergleich zu ihrem schützling höher positioniert sind und bereits längere zeit für die organisation arbeiten. ziele des mentoring sind die rasche und problemlose einführung neuer mitarbeiter in eine organisation, um mit den gegebenheiten der organisation und deren kultur vertraut zu machen und mögliche anfangsprobleme gering zu halten. zudem kann das mentoring auch als langfristige, innerbetriebliche karriereberatung fungieren und dient - durch die bindung des mitarbeiters an die organisation - der reduzierung der fluktuationsrate.

meta-ebene: übergeordnete position, von der aus situationen, verhaltensweisen, erlebenszustände, wertungen uvm. mit abstand betrachtet und analysiert werden können. durch die verlagerung der position auf die meta-ebene kann z.b. persönliche betroffenheit reduziert oder betriebsblindheit offenbar werden. daher ist eine analyse von der meta-ebene aus auch ein standardverfahren der selbstkritischen reflexion.

methodenkompetenz: bedeutet, arbeitstechniken, verfahrensweisen und lernstrategien sachgerecht, situationsbezogen und zielgerichtet gebrauchen zu können. methodenkompetenz ist die fähigkeit, methoden zu kennen und anzuwenden um problemstellungen anzugehen und strukturiert zu lösen.

die mind map: weist vier grundlegende eigenschaften auf:
  1. der gegenstand der aufmerksamkeit kristallisiert sich in einem zentralbild
  2. die hauptthemen des gegenstands strahlen von zentralbild wie äste aus
  3. die äste enthalten schlüsselbilder oder schlüsselworte, die auf einer mit dem zentralbild verbundenen linie in druckbuchstaben geschrieben werden. themen von untergeordneter bedeutung werden als zweige, die mit ästen höheren niveaus verbunden sind, dargestellt
  4. die äste bilden ein gefüge miteinander verbundener knotenpunkte
mobbing: systematische und gezielte schikanen, die wiederholt und über einen längeren zeitraum ausgeübt werden. dabei werden einzelne personen meist von kleineren gruppen gemobbt. durch den prozesshaften ablauf haben die opfer in fortgeschrittenen phasen geringe aussichten, das mobbing ohne hilfe zu unterbinden.

morphogenetisches feld: ein vom britischen wissenschaftler rupert sheldrake geprägter begriff für gedankenfelder, die der materie form verleihen. sämtliche geistigen daten, informationen, vorstellungen, phantasien usw.befinden sich dabei sozusagen auf einer universalen festplatte, die alles speichert. die informationen dieser felder können von allen lebewesen abgerufen werden, und werden von allen lebewesen ergänzt. es findet wechselseitiger austausch statt. weitere quellen: die "weltenseele" des thales von milet und c.g. jungs "kollektives unbewusstes"
(von griech: morphe: gestalt, äußeres und griech. genesis: entstehung, bzw. gonos: geburt, geht auf das indogermanische stammwort "gen" zurück, für stammesvater, erzeuger, der, von dem alles ausgeht. davon abgeleitet gen, genetik, generation, generator, aber auch könig, können, kunst usw.)

motivation: ist die aktuelle bereitschaft zum handeln oder zu einem bestimmten verhalten. daniel goleman, eq2: uns von unseren tiefsten präferenzen in richtung auf unsere ziele drängen und leiten lassen; sie nutzen, um die initiative zu ergreifen und danach zu streben, uns zu verbessern, und angesichts von rückschlägen und frustrationen nicht aufzugeben.


n wie ...

neurolinguistisches programmieren: kommunikationsmodell, das von richard bandler und john grinder in den 70er jahren in den usa entwickelt wurde. die interventionsmethoden des neurolinguistischen programmierens (nlp) wurden au s den vorgehensweisen populärer vertreter therapeutischer ansätze entwickelt. dazu wurde des verhalten von milton h. erickson (hypnotherapie), virginia satir (familientherapie), frederick s. perls (gestalttherapie) und gregory bateson (systemische ansätze) von bandler und grinder analysiert. ergebnis war das kommunikationsmodell des nlp, das das erfolgreiche verhalten der analysierten therapeuten durch beobachtbare muster verständlich und somit für andere personen nachvollziehbar und nutzbar machen soll. nlp wird bis heute u.a. von robert dilts (usa) und thies stahl (deutschland) weiterentwickelt.

neutralität: unabhängigkeit des beraters von zielen jenseits der im coaching mit dem klienten klar definierten absichten. als beratung dient das coaching nicht zur beeinflussung des klienten zum nutzen dritter oder zum nutzen des coachs.
ich selbst bevorzuge den begriff der allparteilichkeit, welche die verantwortung des coaches gegenüber allen gemeinsam im coachingprozess stehenden betont.

nlp: neurolinguistisches programmieren


o wie ...

oe: siehe organisationsentwicklung

organisationsentwicklung: gewollt herbeigeführte und systematisch geplante veränderung von organisationsstrukturen, -abläufen (prozessen) und -beziehungen. organisationsentwicklung (oe) bedeutet einen umfassenden und langfristig ausgerichteten wandel. ziel der oe ist die verbesserung der effektivität bei problemlösungen und der zielerreichung.


p wie ...

paradoxe intention: von viktor e. frankl (s. logotherapie) entwickelte interventionstechnik zur behandlung von angst- und zwangsneurosen. im rahmen der paradoxen intention wird der patient vorzugsweise humorvoll angewiesen, seine am meisten gefürchteten symptome herbeizuwünschen bzw. selbst in die tat umzusetzen. die paradoxe intention wird als "symptomverschreibung" auch in anderen therapien (z.b. verhaltenstherapie, familientherapie) eingesetzt.

paradoxe logik (nach erich fromm): im gegensatz zur aristotelischen logik steht das, was man als paradoxe logik bezeichnen könnte. dabei wird angenommen, daß a und nicht-a sich als prädikat von x nicht ausschließen. kurz, das paradoxe denken führte zur toleranz und zur bemühung, sich selbst zu wandeln. der aristotelische standpunkt führte zum dogma und zur wissenschaft, zur katholischen kirche und zur entdeckung der atomenergie.

paretoprinzip: der aufwand für die automatisierung der kompliziertesten 20% aller fälle beträgt 80% des gesamtaufwandes; nur 20% des gesamtaufwandes entfallen auf die automatisierung der 80% einfachen fälle.
zum hintergrund: vilfredo pareto, 1848-1923, italienischer wirtschaftswissen-schaftler und soziologe, untersuchte ende des 19. jahrhunderts die verteilung des volksvermögens in italien und fand, daß 80% des vermögens bei 20% der familien konzentriert waren. seitdem wird dieses pareto-prinzip auf verschiedenen gebieten formuliert.

pe: siehe personalentwicklung

personalentwicklung: aufbau, erhalt oder wiederherstellung eines leistungsfähigen personals durch aus-, fort- und weiterbildungsmaßnahmen. die personalentwicklung (pe) orientiert sich zur vermittlung einer stellenbezogenen qualifikation an der stellenbeschreibung. ziel ist eine deckung des personalbedarfs durch qualifikation bzw. die angleichung der fähigkeits- und anforderungsprofile. daneben leistet die pe wesentliche beiträge zur motivation der mitarbeiter.

problemlösung nach ludwig wittgenstein, tractatus : (sie verzeihen mir?) 6.521 die lösung des problems des lebens merkt man am verschwinden dieses problems. (ist nicht dies der grund, warum menschen, denen der sinn des lebens nach langen zweifeln klar wurde, warum diese dann nicht sagen konnten, worin eben dieser sinn bestand?)

projekt-coaching: coaching-variante, bei der ein projekt-team gecoacht wird. das projekt-team besteht dabei i.d.r. aus personen mehrerer abteilungen und hierarchieebenen, die zeitlich begrenzt und nur für eine spezielle aufgabe stark leistungs- und zielorientiert zusammenarbeiten. projekt-coaching ist eine unterform des team-coachings.

projektmanagement: definiert die gesamtheit der führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel zur abwicklung eines projektes verstanden. [din 69901]

prozesse im coaching: stufen im beratungsprozess, die das erstgespräch, zielvereinbarung, vertrag zwischen coachee und coach, den arbeitsakt an sich, die implementierung und evaluierung bis hin zum abschluß erfassen. nachstehendes modell wurde dem handbuch coaching 2003 entnommen.("der schematische ablauf des coaching-prozesses"; quelle: rauen, ch (hrsg. handbuch coaching. göttingen: hogrefe)
  • beratungsbedarf
    erkennen des wunsches nach individueller unterstützung
  • erstes kennenlernen
    die kontaktaufnahme und das erstgespräch
  • vertragsabschluss
    formaler und psychologischer vertrag
  • klärung der ausgangssituation
    bestimmung von ist- und soll-zustand
  • zielbestimmung
    ziele und lösungswege werden erarbeitet
  • interventionen
    gespräche und andere maßnahmen
  • evaluation
    überprüfung der zielerreichung
  • abschluss
    die abschluss-sitzung: das formale ende des coachings
prozessberatung: beratende unterstützung eines klienten in dem vorhaben, seine aufgabenkomplexe eigenständig zu bewältigen. der berater liefert hier keine direkten lösungsvorschläge, sondern begleitet den klienten in dem prozess und regt dabei an, wie eigene lösungen entwickelt werden können und welche faktoren dabei zu berücksichtigen sind. die verantwortung für die aufgabenbewältigung verbleibt daher beim klienten. eine form der prozessberatung ist z.b. das coaching.

psychoanalyse: von sigmund freud begründete lehre der dynamik des (unbewussten) seelenlebens bzw. die auf diesen annahmen basierende methode zur behandlung psychischer krankheiten. durch methoden wie z.b. freie assoziation, traumdeutung, übertragung und gegenübertragung soll es den patienten ermöglicht werden, ins unbewusste verdrängte erlebnisse wieder bewusst zu machen und durchzuarbeiten. dadurch soll eine kartharsis - eine "reinigung" der seele - erreicht werden. psychoanalytisch orientierte therapien können einen zeitraum von mehreren jahren umfassen.

psychodrama: von jakob levy moreno entwickelte methode der gruppentherapie, in der probleme, konflikte und traumatische erlebnisse in form eines schauspiels dargestellt werden. der klient wird zum hauptdarsteller, der zwischen den als bezugspersonen fungierenden mitspielern ("hilfs-ichs") agiert und seine probleme szenisch aufarbeitet. der therapeut wird zum regisseur und leitet das weitgehend improvisierte schauspiel. durch die arbeit in verteilten und vertauschten rollen und das verändern von szenen werden situationen und erlebnisse so wiederholt und schauspielerisch dargestellt, dass sich neue handlungsmöglichkeiten ergeben können.

psychosynthese: von roberto assagioli entwickeltes modell zur entwicklung des menschlichen potenzials und der "selbst-verwirklichung". die psychosynthese geht davon aus, dass der mensch aus vielen rollen und verhaltensmustern besteht ("teilpersönlichkeiten") und zielt darauf, die verschiedenen anteile zu erkunden und zu einem ganzen zusammenzufassen. die psychosynthese nutzt die methoden anderer therapeutischer schulen und psychologischer modelle (u.a. gesprächspsychotherapie, gestalttherapie, logotherapie), aber auch visualisierungen, freie assoziationen, meditation oder freies malen.

psychotherapie: sammelbezeichnung für die behandlungsmethoden der klinischen psychologie. ziel der methoden ist eine hilfestellung bei der bewältigung oder heilung von psychischen erkrankungen. der begriff "psychotherapie" wurde ursprünglich von freud entwickelt und bezeichnete die therapeutische arbeit der psychoanalyse.


q wie ...

qualität: grad, in dem ein satz inhärenter merkmale anforderungen erfüllt (din en iso 9000:2000).

qualitätskontrolle: siehe evaluation


r wie ...

rapport: durch gegenseitige anerkennung und vertrauen gekennzeichnete beziehung zwischen mindestens zwei personen. als kennzeichen eines guten rapports kann die stabile tragfähigkeit einer beziehung angesehen werden. rapport kann somit als notwendige grundlage einer beratungsbeziehung angesehen werden.

rational-emotive therapie: von albert ellis entwickelte therapieform, die neurotische erkrankungen auf dysfunktionale glaubenssätze ("ich darf nicht..."; "ich muss..."; "immer wenn ich...") und somit falsche interpretationen von umweltereignissen zurückführt. die rational-emotive therapie (ret) geht davon aus, dass mit der identifikation dieser dysfunktionalen glaubensätze und einer anschließenden einstellungsänderung eine gesundung möglich ist.

realismus: der erkenntnistheoretische realismus, gleich welcher spielart, hält objektives wissen für möglich; er geht davon aus, dass die sachverhalte der bewusstseinsunabhängigen welt zumindest teilweise so zu erkennen sind, wie sie tatsächlich sind. der realismus hält die erfahrung der dinge der aussenwelt für die einzige quelle gesicherten wissens.
wir verstehen unter hypothetischem realismus eine erwartungshaltung, in der zwar keineswegs die realität der aussenwelt in frage gestellt, aber über das 'sosein' der dinge (wie diese wirklich wären) nichts ausgesagt werden kann. zwischen diesen extremen muss aber angenommen werden, dass, soweit unser wirken in dieser welt regelmässig erfolgreich bleibt, eine ähnlichkeit zwischen unserer interpretation und der aussersubjektiven 'wirklichkeit bestehen muss.

reflexion: prüfendes und vergleichendes nachdenken. im engeren sinn das "zurückbeugen" des denkens als (kritisches) denken des gedachten.

reframing: umdeutung des verhaltens oder erlebens. durch ein reframing werden festgefahrene muster in einen anderen rahmen gesetzt, der neue sichtweisen ermöglicht. im nlp versteht man unter reframing diverse veränderungsstrategien, denen als grundmuster eine umdeutung gleich ist. das reframing geht von der grundannahme aus, dass erfahrungen von dem zusammenhang (dem rahmen) abhängig sind, in dem man sie sieht. wird dieser rahmen umgedeutet, so verändert sich auch die erfahrung. ziel ist es meist, für ein verhalten oder erleben einen nützlichen rahmen zu finden.

relativismus: die fähigkeit und bereitschaft, verhaltensweisen, auffassungen, gedankenmodelle und werte anderer personen, gruppen und gesellschaften als genauso vernünftig zu erachten, wie die eigenen.

ret: siehe rational-emotive therapie

rückmeldung: siehe feedback


s wie ...

sachkompetenz: bedeutet, wissen anwenden, einzelwissen aufeinander beziehen, sachgerecht entscheiden können.

selbst-coaching: beratung ohne hilfe von außen. selbst-coaching dient der selbstgesteuerten kompetenzverbesserung durch entsprechende lernmethoden. die fähigkeit zum selbst-coaching wird als ergebnis eines coachings und als voraussetzung, um selber zu coachen, angesehen.

selbstkongruenz: siehe kongruenz

selbstkompetenz: bedeutet, eigene fähigkeiten und stärken zu kennen und damit situationsgerecht umgehen können.

selbstreflexion: prüfendes und vergleichendes nachdenken über sich selbst, das eigene verhalten und erleben (s.a. reflexion).

soziale kompetenz: fähigkeiten zur effektiven umsetzung von zielen und absichten in sozialen interaktionen. typische kennzeichen sozialer kompetenz sind faktoren wie selbstreflexionsvermögen, kommunikationsfähigkeit, einfühlungsvermögen, kooperationsbereitschaft und konfliktfähigkeit.

stabs-coaching: organisationsinternes coaching durch für diese aufgabe fest angestellte stäbe. diese interne prozessberatung ergänzt bzw. unterstützt vorhandene personalentwicklungsmaßnahmen. stabs-coaching kann in der form von einzel- und von gruppen-coaching stattfinden, da die stabs-coachs ihrer tätigkeit meist hauptberuflich nachgehen und entsprechend qualifiziert sind. stabs-coaching empfiehlt sich vor allem dann, wenn ein vorgesetzten-coaching nicht in frage kommt und kein externer berater gewünscht ist. die zielgruppe des stabs-coachings beschränkt sich i.d.r. auf organisationsmitglieder, die aus dem mittleren und unteren management stammen. die statushöhe des stabs-coachs ist meist nicht für höhere managementebenen ausreichend.

supervision: emotions- und beziehungsorientiert e beratungsform zur thematisierung beruflicher zusammenhänge. historisch begründet lassen sich bei der supervision folgende funktionsbereiche erkennen: administrative supervision (führung, beratung und kontrolle durch vorgesetzte) und clinical supervision (psychotherapeutische supervision und supervision in der sozialarbeit).

symptombeschreibung: siehe paradoxe intention

systemischer ansatz: definiert einen ansatz der wechselwirkungen, wo kein subsystem analysiert werden kann, ohne nicht die wechselwirkung zu betrachten, welche es mit anderen subsystemen oder dem gesamten system hat.

systemisches coaching: erweitert das bearbeitungsspektrum um den kontext. einbezogen in alle betrachtungen werden reaktionen des umfeldes auf (tatsächliche oder konstruierte) haltungen und verhalten des coachees. das systemische coaching bezieht sich dabei auf grundlagen systmischen wissens und des konstruktivismus. (siehe u.a.:gregory bateson - systemische ansätze)

systemische strukturaufstellung: (nach matthias varga von kibèd und insa sparrer) ist ein gruppensimulationsverfahren zur klärung von anliegen für personen und organisationen. die methode hält rasant einzug sowohl in das systemische einzel- als auch gruppencoaching.
die systemische strukturaufstellung leitet sich u.a. aus thesen systemischen denkens und des konstruktivismus (u.v.a. paul watzlawick, heinz simon, steve de shazer und insoo kim berg), der hypnotherapeutischen methode milton ericksons (u.a. tautologien und "kataleptische hand"), der gestalttherapie virginia satirs und methode der organisationsaufstellung gunthard webers ab. die methode führt über die definition von anliegenstrukturen, das stellen von repräsentanten oder symbolen für personen, orte und freie elemente zu einem bild und neuen, lösungsfreundlichen aspekten seitens des anliegenbringers. matthias varga und insa sparrer kennen zwischenzeitlich mehr als 70 formate der aufstellung, in denen sie sprachliche metaphern, ordnungen, u.v.a. einsetzen.
(insa sparrer, matthias varga von kibéd: "wunder, lösung und system", carl auer-verlag, 2003)


t wie ...

team-coaching: coaching-variante, bei der eine im beruflichen funktionszusammenhang stehende personengruppe in ihrem organisationalen umfeld gecoacht wird. ziel ist die effektive teamentwicklung und verbesserung von kommunikation, motivation und kooperation. team-coaching ist eine unterform des gruppen-coachings und wird oft durch einzel-coaching für die team-mitglieder ergänzt.

tele-coaching: coaching via telefon, fax und internetdiensten (hauptsächlich e-mail und chat). während die nutzung dieser medien zunächst nur als ergänzung zum persönlichen beratungsgespräch diente, bieten mittlerweile einige berater entsprechende dienstleistungen nur auf diesen wegen an.

themenzentrierte interaktion: modell und gestaltungsmethode zum arbeiten und lernen in gruppen. die themenzentrierte interaktion (tzi) wurde 1955 von ruth c. cohn begründet und in den usa und europa weiterentwickelt. das modell der tzi strebt ein gleichgewicht der faktoren "thema/aufgabe", "person" und "gruppe" an (in form eines dreiecks dargestellt), die von dem umfeld (einem kreis) umgeben sind. grundüberlegung ist, dass in gruppen immer sachlich-fachliche, individuelle, zwischenmenschliche und die bedingungen der umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden sollten.

transaktionsanalyse: theorie der menschlichen persönlichkeit und eine richtung der gesprächspsychotherapie. die transaktionsanalyse (ta) wurde in den 60er jahren von eric berne entwickelt und verbindet tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische konzepte mit den ideen der humanistischen psychologie. populäre konzepte der ta sind deren drei ich-zustände (das eltern-ich, das erwachsenen-ich und das kindheits-ich und deren interaktionen), das lebensskript (aufarbeitung, wie kindheitserfahrungen das spätere erleben und verhalten beeinflussen) und eine kommunikationstheorie.

träume: sind stücke und fetzen des stoffs, aus dem wir gemacht sind. der nicht-objektive stoff. (gregory bateson. ökologie des geistes(1972).


u wie ...

unternehmenskultur: (geoffrey james, digitale elite; (1996): ich stelle mir eine unternehmenskultur gerne als ein flussufer vor: die verhaltensweisen in einem unternehmen werden durch den fluss symbolisiert, der durch das ufer begrenzt wird. im lauf der zeit wird das flussbett immer tiefer, weil das wasser immer denselben weg nimmt. ebenso wird die kultur immer weiter gefestigt, wenn die verhaltensweisen festgeschrieben werden, die in der vergangenheit zum erfolg führten.


v wie ...

validation: nachweis, dass ein programm oder prozess in einer bestimmten zielumgebung lauffähig/funktional ist.

verhalten: unter verhalten verstehen wir die haltungs- und standortverän-derungen eines lebewesens, die ein beobachter als bewegungen oder handlungen in bezug auf eine bestimmte umgebung (milieu) beschreibt.
von humberto maturana und francisco j. varela: baum der erkenntnis.

verhaltenstherapie: psychotherapeutische verfahrensweisen, die auf der annahme basieren, dass psychische störungen erlernt sind und wieder verlernt bzw. verändert werden können. bekannte methoden der verhaltenstherapie (vt) sind die konditionierung, lernen am modell, systematische desensibilisierung, flooding uvm.

vorgesetzten-coaching: coaching von mitarbeiter durch ihren (meist direkten) vorgesetzten (zuweilen auch "linien-coach" genannt). auf grund der - schon aus zeitgründen - eingeschränkten möglichkeiten des vorgesetzten, als coach zu fungieren, beschränkt sich diese form der beratung (meist) auf fachbezogene inhalte.


w wie ...

wahrnehmung: "menschliche wahrnehmung ist nicht nur selektiv, sondern auch ergänzend - das ergebnis meiner wahrnehmung ist ein produkt aus dem, was 'da' ist und dem reim, den ich mir darauf mache". (schulz v. thun). "esse est percipi" (george berkley) und "wahrnehmung arbeitet nur mit unterschieden" (bateson).
noch ein paar zitate ?
"wenn wir uns [...] als die erfinder und erzeuger unsrer umwelt verstehen, dann existiert das problem der anpassung überhaupt nicht. es verschwindet. denn man kann doch nicht etwas erfinden, was man nicht erfinden kann und was nicht zu einem passt. also sind wir immer und in jedem fall angepasst. und diese einsicht ist es, die, so meine ich, den menschen näher zum menschen bringt: er wird zum vater oder zur mutter aller dinge und aller erscheinungen". und "die umwelt, die wir wahrnehmen, ist unsere erfindung". (heinz v. förster: über das konstruieren der wirklichkeit)
alles was wir sehen, hören, riechen. schmecken, denken und fühlen, ist das ergebnis einer gigantischen konstruktionsleistung des gehirns (gerhard roth: die ungewissheit der gewissheit)

wahrnehmung im systemischen kontext: wie zu anfang unseres jahrhunderts in der physik vollzieht sich heute in der biologie eine wissenschaftliche revolution . massgeblichen anteil daran haben die beiden neurobiologen humberto maturana und francisco varela. sie stellen in diesem buch erstmals in allgemeinverständlicher form ihr systembild der elementaren lebensvorgänge und der prozesse dar, durch die wir zu wissen bzw. erkenntnis gelangen. durch dieses systembild wird nicht allein das weltbild der biologie, sondern auch unser tradiertes weltverständnis umgewälzt. nach auffassung der alten, darwinistisch geprägten biologie überlebt ein lebewesen nur dann, wenn es sich möglichst vollkommen seiner umwelt anpasst. es wäre damit sklavisch abhängig von einer objektiven aussenwelt.
für die von maturana und varela vertretene systembiologie gibt es jedoch keine 'objektive' wirklichkeit: wenn grunderfordernisse des lebens erfüllt sind, haben lebende systeme, - also auch der mensch - alle freiheit, sich ihre welt selbst zu schaffen, anstatt nur auf vorgegebenes zu reagieren. das subjekt ist somit entscheidend an der schöpfung seiner nur scheinbar objektiven wirklichkeit beteiligt. diesen prozess durchsichtig zu machen, betrachten die autoren als die aufgabe ihrer forschungsarbeit. die in der menschheitsgeschichte vor allem von weisen, mystikern und philosophen behauptete einheit von subjekt und objekt, die untrennbare ganzheitlichkeit des seins, wird hier nun auch mit naturwissenschaftlichen forschungsergebnissen belegt (maturana: baum der erkenntnis 1984)

wissensmanagement nach andersen: knowledge management ist ein systematischer prozess zur erlangung unternehmerischer ziele, in dem informationen, erkenntnisse und erfahrungen geschaffen, gesammelt, verknüpft und miteinander geteilt werden.

wittgenstein, tractatus (nochmal, bitte):
was wir nicht denken können, das können wir nicht denken; wir können also nicht sagen, was wir nicht denken können.









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